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Die produzierende Landwirtschaft als Schlüssel zu einer erfolgreichen Land- und Ernährungswirtschaft

Anlässlich des jährlichen Gönnertreffens und in Anwesenheit von Bundesrat Guy Parmelin schlägt die IG BauernUnternehmen unter dem Eindruck der europaweiten Bauernproteste konkrete Lösungswege für die hiesige Landwirtschaft auf. Nämlich die Anerkennung der produzierenden Landwirtschaft, welche mit Hilfe moderner Technologien nachhaltig ohne unnötige und übertriebene Ökologisierung und Bürokratisierung Nahrungsmittel in der Schweiz herstellt. Eine Erhöhung der Produzentenpreise und Preisbildung faktenbasierend auf den effektiven Kosten. Die Verbesserung der Produktions- und Verarbeitungsmethoden, um die Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten an nachhaltige und gesunde Lebensmittel zu erfüllen. Die Stärkung des Grenzschutzes für Agrarprodukte und Lebensmittel, weil wir bedeutend höhere Produktionskosten haben als andere Länder und schliesslich den Verzicht von Sparprogrammen auf dem Rücken der Landwirtschaft.

Auf dem Betrieb der Familie Fernand Andrey im Freiburgischen Pierrafortscha konnte Präsident Samuel Guggisberg vor über 150 Interessierten die Tätigkeiten der IG erläutern. Der Frust der Bauern muss gehört werden! Der Druck auf uns Bauern und Unternehmern ist noch nie so stark gewesen wie heute. Wir haben in unserem Land dieselben Probleme wir unsere europäischen Nachbarn: Die Einkommen in der Landwirtschaft sind tief, der wirtschaftliche Druck hoch, Frust über immer neue Anforderungen ohne vollständige Abgeltung der Mehrkosten und die Bedeutung der sicheren Versorgung mit nachhaltigen Lebensmitteln geht im allgemeinen Überfluss vergessen. Wir haben zu tiefe Preise für landwirtschaftliche Produkte, sind konfrontiert mit immer neuen und noch strengeren Produktionsauflagen, wachsendem administrativen Aufwand und geringer Wertschätzung für die Hauptaufgabe der Landwirtschaft, nämlich die Versorgung der Menschen in unserem Land mit Nahrungsmitteln. Für die zukünftige Agrarpolitik ist es unerlässlich, dass die einseitige Priorisierung der Ökologie in der Landwirtschaft gestoppt wird; dies ist kein Gegensatz zur produzierenden Landwirtschaft. Zudem sind die Grenzen besser zu schützen, was auch zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für nachgelagerte Betriebe wie Müller, Bäcker, Metzger und damit die Stärkung der inländischen Produktion von gesunden Lebensmitteln fördert.

 

Bundesrat Guy Parmelin zeigte die Stossrichtung der zukünftigen Agrarpolitik auf und betonte die Notwendigkeit der Gewährleistung unserer Ernährungssicherheit, eine Optimierung der Wertschöpfungskette und Abbau der administrativen Tätigkeiten. Zudem sprach er sich für eine Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Landwirtschaft aus. Auch der Bundesrat sei bestrebt, überflüssige und produktionshemmende Schranken abzubauen. Mit der Agrarpolitik 2030 würden viele Bereiche entschlackt und nur noch am wirklichen Nötigen festgehalten.

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