Ungeschützt ist fahrlässig

par Redaktion

Erfolgreich gestartete Informationskampagne «Pflanzen brauchen Schutz» geht in zweite Phase

Der sorgfältige und massvolle Einsatz von modernem Pflanzenschutz bewahrt die landwirtschaftlichen Produkte vor Krankheiten und Schädlingen und schützt vor Ertragsausfällen. Dies möchte die IG BauernUnternehmenanschaulich zeigen. Der bereits erfolgreich angelaufenen Kampagne «Pflanzen brauchen Schutz» folgt nun die zweite Phase: Speziell bezeichnete Flächen auf verschiedenen Feldern werden bewusst nicht mehr geschützt. Der Unterschied zu den gepflegten Feldbereichen wird augenfällig und zeigt die ausbleibende Wirkung von Pflanzenschutz anschaulich auf. Anstatt gesunde Pflanzen spriesst Unkraut, Schädlinge machen sich breit und zerstören die regionalen Nahrungsmittel. Und nicht zuletzt ist auch die Lebensmittelsicherheit gefährdet. Die IG BauernUnternehmenmöchte mit dieser Aktion die Diskussion über landwirtschaftliche Produktionssysteme in der Schweiz weiter anstossen.

Die Schweizer Landwirtschaft produziert gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel. Für uns ist dies eine Selbstverständlichkeit. Die Supermärkte sind immer voll mit sicheren Lebensmitteln. Wir verdanken dies unter anderem dem modernen Pflanzenschutz, welcher unsere Pflanzen vor Unkräutern, Schädlingen, Pilzen und Mykotoxinen schützt. Er trägt dadurch wesentlich zur Lebensmittelsicherheit und zu gesunden Nahrungsmitteln bei. Eine Reduktion der eingesetzten Menge kann zu einer ungenügenden Wirkung und somit zu Resistenzen führen. Ein vollständiger Verzicht hätte Ertragsausfälle von bis zu 40% Prozent zur Folge. In einzelnen Kulturen wären auch Totalausfälle nicht zu vermeiden. Der unsachgemässe Einsatz schadet indes der Natur. Dieser Spagat gilt es aber zu machen, denn moderner Pflanzenschutz ist für die Versorgung mit regionalen, hochwertigen Nahrungsmitteln eine Notwendigkeit.

Ausbleibende Wirkung plakativ aufzeigen

Die IG BauernUnternehmenhat im Juni erfolgreich ihre Kampagne «Pflanzen brauchen Schutz» lanciert. Diese faktenbasierte Aufklärungsarbeit wird nun in einer zweiten Phase durch eine spezielle Aktion erweitert. Auf verschiedenen Feldern werden kleinere Flächen bewusst nicht mehr gegen Schädlinge, Krankheiten oder Unkraut geschützt. Diese sogenannten Nullparzellen zeigen nach einigen Wochen den Unterschied zwischen geschützt und ungeschützt eindrücklich auf: Dort, wo eigentlich gesunde, regionale Nahrungsmittel wachsen sollten, machen sich nun Schädlinge breit. «Wir möchten mit dieser Aktion offensichtlich machen, was viele Konsumentinnen und Konsumenten als selbstverständlich erachten: Gesunde, regionale Nahrungsmittel können nur mit massvollem Pflanzenschutz in der geforderten Qualität und Menge hergestellt werden. Die Felder ungeschützt zu lassen, wäre fahrlässig», erklärt Samuel Guggisberg, Präsident der IG BauernUnternehmen,die Absicht hinter der Aktion. Die Leute sollen mit eigenen Augen sehen, was ohne kontrollierten Pflanzenschutz passiert. Die IG BauernUnternehmenist überzeugt, dass sie dadurch die Diskussion über die moderne Landwirtschaft weiter anstossen kann.  

Während die im Juni lancierte Informationskampagne sehr breit umgesetzt wird, kommen in der nun beginnenden und parallel laufenden zweiten Phase ausgesuchte Bauernbetriebe zum Zug. Diese legen an für Passanten einsehbaren Stellen die Nullparzellen an. In den nächsten Tagen und Wochen – abhängig von der jeweiligen Kultur – werden diese Flächen mit Plakaten und entsprechenden Detailinformationen beschildert. Es sind auch Flurgänge vorgesehen. So wird sichergestellt, dass der auf dem Feld offensichtliche Unterschied zwischen dem geschützten und ungeschützten Bereich mit den entsprechenden Informationen hinterlegt wird und sich die Passanten eine faktenbasierte Meinung bilden können.

Blitzstart für Informationskampagne

Die im Juni lancierte Informationskampagne «Pflanzen brauchen Schutz» stösst auf sehr grosses Echo. In den ersten Wochen wurden bereits über 600 Plakate auf Feldern der ganzen Schweiz aufgestellt, mehr als 30’000 Flyer verteilt und die Informationen auf der Website werden rege genutzt. «Die Resonanz auf unsere Informationskampagne hat uns überrollt. Bereits nach wenigen Tagen waren unsere ersten Plakate vergriffen, wir mussten nachproduzieren und haben insgesamt weit über 2’000 Stück verteilt. Dies zeigt, dass die Produktion gesunder Lebensmittel für die Bauernbetriebe ein wichtiges Anliegen ist», zeigt sich der Geschäftsführer der IG BauernUnternehmen, Luca Costa, erfreut über den Start der Kampagne. Die Informationskampagne läuft in den nächsten Monaten weiter und soll zu einer sachlichen Diskussion über modernen Pflanzenschutz beitragen.

 

Plakat auf der Nullparzelle bei Bauer Mustermann in Musterhausen: Anstatt Zuckerrüben wächst Unkraut.

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